LCD Fernseher
Wie funktioniert ein LCD-Fernseher?
LCD steht für liquid crystal display (Flüssigkristallbildschirm).
Bei LCD-Fernsehern bestimmen Flüssigkristalle, an die eine elektrische Spannung angelegt wird, ob ein Bildpunkt (Pixel) leuchtet.
Flüssigkristalle kann man sich vorstellen als winzige stabförmige transparente Kristalle, die im Einzelnen einen festen Körper darstellen, sich aber in der Gesamtheit wie eine Flüssigkeit verhalten. Wird eine elektrische Spannung an die Flüssigkristalle angelegt richten sich die einzelnen Kristalle parallel aus. Liegt keine Spannung an, sind sie spiralförmig angeordnet.
Der nun beschriebene Vorgang findet in jedem Pixel bzw. Sub-Pixel statt. Denn jeder Pixel besteht aus drei Farbzellen (rot, grün, blau), den sog. Sub-Pixel, die jeweils separat angesteuert werden müssen.
Jeder Sub-Pixel besteht schematisch betrachtet aus zwei um 90° zueinander verdrehte Polarisationsfilter. Zwischen den Polarisationsfiltern befinden sich die Flüssigkristalle.
Zuerst trifft das unpolarisierte Hintergrundlicht der Kaltkathoden-Leuchten auf den ersten Polarisationsfilter. Dieser lässt nur waagerechte Lichtwellen durch. Nun kommen die Flüssigkristalle ins Spiel. Wird keine Spannung an sie angelegt, sind diese spiralförmig angeordnet, wodurch die waagerechten Lichtwellen um 90° gedreht werden. Legt man dementsprechend eine Spannung an, richten sich die Flüssigkristalle parallel aus und die Lichtwellen werden nicht gedreht.
Der zweite Polarisationsfilter lässt jedoch nur die senkrechten, also um 90° gedrehten waagerechten Lichtwellen, durch. Infolgedessen kann durch eine elektrische Spannung bestimmt werden, ob der Bildpunkt leuchtet oder nicht.
